Seit dem 10. März nutzen alle unsere Hosting-Systeme das Protokoll HTTP/2 anstatt des in die Jahre gekommenen HTTP/1.1.

Doch warum diese Änderung?
Bis vor kurzem wurden Webseiten unter Verwendung des Standards HTTP/1.1 ausgeliefert. HTTP/1.1 wurde 1997 entworfen und hat seitdem gute Dienste geleistet, allerdings hat sich seit dem Entwurf des Standards doch einiges im Web getan.

Während damals Webseiten zumeist relativ statisch waren und aus wenigen Dateien bestanden, sieht das bei modernen Webseiten ganz anders aus. Diese bestehen aus zig kleineren Dateien und viele Inhalte werden über Javascript dynamisch von der Webseite aus nachgeladen. Bei Standard-Shopsystemen kommen da ganz schnell mehr als 300 Requests an den Server zusammen, nur um eine Produktseite darzustellen.

Diesen Anforderungen ist HTTP/1.1 nicht mehr gewachsen, gerade die Übermittlung vieler Dateien und Anfragen in kurzer Zeit macht diesem Protokoll Probleme, da für jede Datei oder Javascript-Anfrage eine neue Verbindung aufgebaut wird. Zwar gab es Anstrengungen, diese Problem zu umgehen, zum Beispiel in dem von den Seitenentwicklern viele Dateien zu einer großen Datei gebündelt ausgeliefert wurden, die grundlegenden Probleme des Protokolls bleiben aber weiterhin bestehen.

Deshalb wurde 2015 der neue Standard HTTP/2 von der Internet Engineering Taskforce publiziert, bei dem es sich um eine Weiterentwicklung von Googles SPDY-Protokoll handelt. Google hatte dieses Problem frühzeitig erkannt und ein eigenes Protokoll entwickelt, welches dann als Grundlage für HTTP/2 herangezogen wurde. Dabei änderte sich bei dem neuen Protokoll nur sehr wenig an der Datenstruktur selbst, der größte Teil der Änderungen bezieht sich auf die Art, wie Daten ausgeliefert werden. 

Der HTTP/2-Standard erlaubt es, eine Verbindung vom Browser des Webseitennutzer zum Server des Webseitenbetreibers offen zu halten, solange der Nutzer die Seite besucht. Auf diese Weise werden Dateien und Javascript-Anfragen schneller übertragen, da ein großer Teil des Overheads der Datenübertragung einfach wegfällt.

Der Standard ist außerdem in der Lage, Datei-Übertragungen zu priorisieren, so dass Dateien, die für einen schnellen Seitenaufbau zuerst benötigt werden auch zuerst ausgeliefert werden.

Ein dritter Vorteil des neuen Protokolls: Der Server ist in der Lage, Dateien, die von der Webseite wahrscheinlich als nächstes benötigt werden, bereits vorab auszuliefern, so dass diese Dateien der Webseite unverzüglich zur Verfügung stehen, wenn sie gebraucht werden.

Auch wir haben uns deshalb entschlossen, unsere Infrastruktur auf die Verwendung des neuen Protokolls umzustellen. Die Umstellung verlief reibungslos und für unsere Kunden und deren Nutzer völlig transparent.

Alle aktuellen Webbrowser unterstützen den neuen Standard, mit Ausnahme von Internet Explorer 11, wenn er auf Windows 7 zum Einsatz kommt, und ein paar recht exotischen Webbrowsern für den Mobilbereich.

Deshalb haben wir natürlich eine Fallback-Lösung implementiert, damit die Seiten unserer Kunden auch weiterhin problemlos für die Nutzer funktionieren, die auf diese Browser angewiesen sind.

 

 

Willkommen bei Bitbricks, HTTP/2!

  • 11.03.2019
  • Tobias Eichmann

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